Die Kunst “Nein” zu sagen
Gerade im Arbeitsleben ist es für viele oft schwierig, vor allem Vorgesetzten gegenüber, auch mal “nein” zu sagen. Für eine ausgeglichene work life balance ist aber auch dies gerade wichtig, damit man persönlich nicht auf der Strecke bleibt. Für berufstätige Eltern ist das “nein” nicht nur in der Kindererziehung wichtig, sondern auch, um das Leben zwischen Beruf und Familie auf die Reihe zu bekommen. Z.B. wenn ich das Büro zu einer bestimmten Zeit verlassen muss, um meine Kinder vom Kindergarten abzuholen und nicht nochmal “eben schnell” dies und das erledigen kann.
Die Kunst der Gefälligkeitsfalle zu entkommen, beschreibt Jochen Mai in den “Sieben Wege Nein zu sagen”. Sehr hilfreich für familären Alltag und Beruf!

Am 2. April 2008 um 16:45 Uhr
Beides ist wichtig, Beruf und Familie. Leider nutzen andere wiederum das Nein zu sehr aus. Mir muss klar sein, dass ich für Forderungen auch Gegenleistungen bringen muss. Das heißt, ich muss mich nicht wundern, wenn ich Dienst nach Vorschrift schiebe und dann wegen familiärer Probleme öfter frei brauche. Ich selbst bin Familienvater und selbstständig.
Die Familie und gerade die Kinder gehen vor im Ernstfall, aber die Fehlleistung muss ich kompensieren und kann nicht nur einfordern. Es gibt da nämlich beide Extreme. Die die nicht Nein sagen können und die, die das Nein sagen zum Standard erhoben haben.
Am 15. Februar 2009 um 19:45 Uhr
Es gibt in der Tat beide Extreme. Aber über Leute, die Dienst nach Vorschrift schieben, muss man glaube ich gar nicht mehr viel reden.
Aus meiner Beratungs-Praxis weiß ich, dass sehr viele Menschen Probleme mit dem Nein sagen haben. Sie geben den vielen Forderungen (ob im Job oder privat) nach - mehr als ihnen gut tut. Insofern ist die Liste von Jochen Mai ganz nett. Sie gibt Muster vor, wie man in Situationen reagieren kann.
Noch wichtiger ist m. E. aber, dass man hinter diesem “Nein” auch wirklich steht. Das kommt zum einen überzeugender, zum anderen schleicht sich später dann nicht das schlechte Gewissen herein. Um dieses Standing zu erlangen, taugen die Floskeln leider weniger.
:-)
Ralf